Die Klasse 6a hat sich in den vergangenen Wochen in den Fächern Politik und Textilgestaltung unter der Leitung von Lehrerin Christiane Schulte-Renneberg mit der Lebenssituation von Kindern in Äthiopien kreativ auseinandergesetzt. Ausgangspunkt waren Schwarz-Weiß-Fotos, die den Alltag vor einem Brunnenbau zeigen.

Diese gestalteten die Kinder in Mixed-Media-Technik mit Stoffen, Wolle, Farben, Plastikfolie und setzten dabei bewusst textile Akzente, um Gefühle wie Trostlosigkeit und Anstrengung sichtbar zu machen, ein Leben „ohne Farbe“ – im übertragenen Sinn ohne Perspektive.  


Im Anschluss arbeiteten sie mit farbigen Fotos, die die Situation nach dem Brunnenbau zeigen. Durch die leuchtende Stoffe, bunten Garne, Ketten und Glitzer entstanden Bilder, die Hoffnung, Erleichterung und neue Lebensfreude ausdrücken. Sie bringen Farbe in eine farblose Realität. Dieses symbolisiert Mitgefühl und Solidarität und die Vorstellung, dass wir etwas verändern können.

Ergänzend wurden kurze Texte zum Tagesablauf vor und nach dem Brunnenbau auf den Fotos notiert.


Die Fotoserie stammt aus dem Medienmaterial  des Bildungsprogramms „Wasserhelden“ von „well:fair“ (ehem. Neven Subotic Stiftung).

So wurde deutlich, wie sehr sich der Alltag der Kinder durch den Zugang zu sauberem Wasser verändert hat. Das Projekt verbindet kreatives Arbeiten mit globalem Lernen und fördert Empathie sowie Perspektivwechsel. Die Klasse äußerte den Wunsch, dass wir demnächst eine Spendenaktion ins Leben rufen, um ein wenig dabei zu helfen, etwas zu verändern. (SCHU)