Gerichtssaal statt Klassenzimmer
– für zwei Tage besuchten die Schülerinnen und Schüler des Kurses Sozialwissenschaften der 9. Jahrgangsstufe Gerichtsverhandlungen im Landgericht.

Dabei bekamen sie nicht nur einen hautnahen Einblick in echte Gerichtsverhandlungen, sondern auch ein besseres Verständnis dafür, wie unser Rechtssystem funktioniert. Es war beeindruckend, im Gerichtssaal zu sitzen, die ruhige, aber angespannte Atmosphäre zu spüren und zu sehen, dass es im Gericht nicht nur um Schuld oder Unschuld geht, sondern darum, die Wahrheit über das Geschehene herauszufinden.

 Zwei Tage, zwei Prozesse, echte Erfahrungen

Die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, zwei sehr ernste und bewegende Fälle zu verfolgen:

Ein Schwurgerichtsverfahren: Ein Mann wurde angeklagt, einen anderen mit einem Messer angegriffen zu haben – es ging um versuchten Mord.
Der Auftakt eines weiteren Prozesses: Vier Angeklagte (zwischen 20 und 27 Jahren) sollen ihr Opfer lebensgefährlich verletzt haben.

 

Gut vorbereitet ins Gericht

Schon vor den Gerichtsbesuchen hatten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv vorbereitet. Sie lasen Pressemitteilungen der Polizei und Staatsanwaltschaft, informierten sich auch durch weitere Medienberichte über die Hintergründe der Taten und spielten die Gerichtsverhandlungen in Rollenspielen nach.


Was nehmen wir mit?

Dieser Besuch hat gezeigt, wie wichtig ein faires Rechtssystem ist und wie genau gearbeitet werden muss, um zu einer gerechten Entscheidung zu kommen. Wir haben nicht nur viel über die Justiz gelernt, sondern auch darüber, wie essentiell es ist, Informationen zu prüfen, sich eine eigene Meinung zu bilden und kritisch zu denken. (WALL)